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Von Angesicht zu Angesicht

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Das Geheimnis des Herzens: Kapitel 1 – Introduktion

Habt ihr es schon mal erlebt? Du hast so viel von diesem Menschen gehört, vielleicht sogar mal mit ihm gesprochen, übers Telefon oder Ähnliches, aber dann steht er vor Dir. Du hättest nie gedacht, dass es etwas Besonderes sein würde, doch jetzt bist Du so nervös, dass Du es kaum aushälst.

Ihr kennt vielleicht diese Auszüge aus einem Buch, das ich niemals schreiben werde – wenn nicht, erkläre ich es Euch kurz. Eigentlich sind es nur Gedanken. Gedanken, die man irgendwo aufgeschrieben hat, in die man all seine Poesie und Tragik gelegt hat, in der Hoffnung irgendwo würden sie gelesen werden. Kleine Bruchstücke einer Geschichte, von der man genau weiß, dass sie gehört werden will, aber aus irgendeinem Grund will man sie nicht erzählen. Und ich tue es jetzt trotzdem.

Ich sage oft, ich sollte ein Buch schreiben. Wie jeder andere auch, habe ich in meinem jungen Leben einiges erfahren und gelernt. Aber das Buch, das ich niemals schreiben werde, erzählt eine viel kleinere Geschichte. Klein, aber doch groß. Sie könnte von einem Mädchen handeln, das sich in einen Mann verliebt hat, sie könnte aber auch von der Liebe selbst, dem Glück oder der Sonne handeln, jenachdem wie ihr es verstehen wollt.


Ich nenne es „Das Geheimnis des Herzens“

Unter diesem Titel habe ich auf meinem Tumblr, wo so vieles über mich steht, aber niemand ist, der es verstehen würde, immer wieder kleine Auszüge aus meinen Gedanken, aus diesem Buch, was ich dachte, ich würde es niemals schreiben, geteilt. Einige wurden mehr andere weniger gelesen, aber nun soll daraus etwas entstehen. Etwas für die verlorenen Seelen, für die gebrochenen Herzen. 🙂


Von Angesicht zu Angesicht

Lasst uns über etwas reden, das in der heutigen Zeit selten, aber dafür umso bedeutungsvoller geworden ist. Der erste Blick.

Nicht die Liebe auf den ersten Blick, dazu kommen wir später noch. Das erste Mal, wenn sich zwei Spiegel so voreinander ausrichten, dass sich eine unendliche Tiefe auftut, eine eigene kleine Welt.
Ich spreche von selten, weil wir heute viele Kontakte haben, denen wir gar nicht gegenüber treten müssen. Oder es nicht wollen. Oder nicht können.

Alle 11 Sekunden verliebt sich ein Single über Twitter –

In jemanden, der verheiratet, mindestens 10 Jahre älter und über 400km entfernt wohnhaft ist.

Das klingt witzig und relatable, aber wirklich ernst gemeint hab ich es nicht. Kann man sich verlieben, in jemanden, dem man noch nie von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden hat? Nein würde ich erstmal zu jedem sagen.

Aber bleiben wir beim ersten Blick.
Menschen haben eine Aura. Etwas, das sie nicht verbergen können, das aber nur von Angesicht zu Angesicht offenbart wird. Das gleiche gilt für Orte. Man kann sie erst sehen, wenn man wirklich dort war, oder?
Die Aura ist nichts weiter als das ehrliche Verhalten eines Menschen.

Wie Du sprichst, wenn Du mir in die Augen schauen musst. Hälst Du überhaupt Augenkontakt? Wie nahe Du vor mir stehst. Kommst Du näher? Entfernst Du Dich? Deine Reaktionen. Deine Arme, Deine Hände. Deine Wärme. Dein Geruch.

Dies sind alles Dinge, die einem nicht bewusst klar werden und die man erstrecht nicht analysieren muss, um sie zu wahrzunehmen. Aber man nimmt sie wahr und muss man das nicht, um den anderen zu sehen? Man kann noch so viel über jemanden wissen, man kann erkennen, was für wunderbare Wesen in Menschen stecken, aber die Welt zwischen den zwei Spiegeln hat zwei Enden. Es gehören immer zwei dazu. Man weiß nie, was von Angesicht zu Angesicht passiert, ob nicht vielleicht auf einmal alles anders ist.

 


 

Beitragsfoto © Migo, RPC 2016 ♥

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