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Aufräumen #08

Vor einiger Zeit buchte ich eine Ferienwohnung für die Gamescom 2018. Ich sah das als einen guten Zeitpunkt um mit dem Rückblick auf den Rückblick sozusagen weiterzumachen. Ich möchte, dass die Messe dieses Jahr auch wieder wie früher wird, und hier seht ihr wie dieses früher überhaupt entstanden ist. Die erste Gamescom und alles was danach kam. Have fun 🙂

Donnerstag, 18. August 16 Gamescom. Schlägt euer Herz nicht auch gleich höher bei dem Wort? Meines tut es. Und nicht nur, weil diese so viel verändert hat, sondern einfach, weil es jedes Jahr wieder ein unglaubliches Erlebnis ist. Ich hasse Menschenmengen, ich habe schon genug Stimmen in meinem Kopf, da müssen nicht noch hunderte um mich herum sein, ich habe wahnsinnige Angst mich zu verlaufen und verloren zu gehen, aber das wird alles irgendwie weggeblaßen. Vielleicht liegt es daran, was ich mit der Gamescom verbinde. Und diesen Messezauber kennt doch auch eigentlich jeder, oder? Da sind alle Leute auch irgendwie Gleichgesinnte, mit denen man sich sofort besser versteht. Aber vielleicht liegt es auch einfach an Köln. Es ist mein zu Hause. Nirgends bin ich stärker, nirgends fühle ich mich sicherer, als könnte ich alles schaffen.

Gamescom1

In meinem Rückblick steht, dass ich an diesem Tag Vale getroffen hab (Sarazar – kennt ihr bestimmt, ich habe ihn zu dem Zeitpunkt in Verbindung mit Aerochrone gehyped), wobei ich feststellen musste, dass ich es wahnsinnig awkward finde einen fremden Menschen zu umarmen – like whyyy – mir endlich mal eine Nemoneko gekauft habe (das flauschige, schwarze Ding da) und außerdem Nc. und Al. kennen gelernt habe. Die beiden standen auch an um Sarazar zu treffen und wir kamen irgendwie ins Gespräch. Wir haben nach der Messe noch das eine oder andere Mal voneinander gehört, aber ich hab die beiden nie wieder gesehen. Wir hatten auf jeden Fall ein paar witzige Stunden, deshalb ist das auch gar nicht so schlimm. Außerdem hab ich jetzt fast 2 Jahre später Al. irgendwie auf Twitter entdeckt und es ist unglaublich schön mitkriegen zu können, was so aus den Menschen wird und wie es ihnen geht. 🙂
Noch eine Sache, die über den 18. August in meinem Rückblick steht, ist natürlich, dass ich zum allerersten Mal Mn. gesehen habe. Aber darüber habt ihr ja schon in Aufräumen #02 gelesen.

Freitag, 19. August 16 Cosplay. Hier war ich zum ersten Mal Soraka. An dieser Stelle erkläre ich mal kurz, wie ich überhaupt auf sie gekommen bin. Wann ich angefangen hab Supporter zu werden, weiß ich schon gar nicht mehr, aber es ist jedenfalls witzig, dass ich am Anfang von LoL die Rolle gehasst habe, weil ich einmal dahin verdonnert wurde, als ich eigentlich noch überhaupt nicht so wirklich wusste, was es überhaupt war. Doch schließlich musste ich ja dann feststellen, dass es wegen meinem unglaublichen Helfer- und Beschützersyndrom ja total meins ist. Ich hab früher viel Sona und Lux gespielt und irgendjemand sagte mir dann mal, ich sollte doch mal Soraka ausprobieren, die würde mir bestimmt gefallen. Das wars dann eigentlich auch, nichts weiter besonderes. Ich hab sie mir für mein Cosplay nur ausgesucht, weil sie bestimmte Kriterien erfüllte: ich wollte Hufe haben, lange Haare und irgendwas mit Hörnern. Die Dryaden Soraka habe ich mir ausgesucht, weil ich keine Lust hatte mich lila anzumalen und ich außerdem Grün schon immer schön und auch sehr gut in das „Für das Leben“-Bild passend fand. Und so war das dann – Schicksal.
Ich hab in Vorbereitung auf das Cosplay angefangen Soraka regelrecht zu studieren, ihre Stimme nachzuahmen und so bemerkte ich erstmal, wie sehr ich mich in ihr wiederfinde und sie wurde irgendwie mein Spiegelbild, es ist, als hätte ich mich tatsächlich ein Stück weit in sie verwandelt. 😀
Ich wurde an diesem Tag extrem oft fotografiert – und JA ich habe schon wieder keine Bilder mehr – was mir vermutlich nur krasser vorkam, weil es mein erstes Cosplay auf so einer richtigen Messe war, und ich hab außerdem auch Eva (BloodyNyuu) kennen gelernt, DIE Jinx und sie war einfach super süß. Mr. und ich sind ziemlich viel bei ihr abgehangen, weil die beiden sich aus ihrem Stream und vom Zocken kannten. Hier muss ich noch anmerken, dass Eva ein ziemliches Vorbild für mich ist. Sie lebt Jinx, so wie ich das gerne als Soraka tun würde.

Samstag, 20. August 16 Mein Geburtstag. Könnt ihr euch etwas cooleres vorstellen, als während dem eigenen Geburtstag auf der Gamescom zu sein? Nein? Ich auch nicht. Letztes Jahr hat es leider nicht geklappt und dieses auch wieder nicht, aber ich hoffe jedes Jahr, dass die Messe auf diesen Tag fällt. 2016 begann mein Geburtstag allerdings erstmal damit, dass wir eine Autopanne hatten und daher nicht wie geplant um 10, sondern erst um 12 auf der Messe ankamen – und zwar nicht nur um 2 Stunden, sondern um gefühlt 20 Jahre gealtert. Trotzdem hatte ich unverständlicherweise noch den Nerv dafür, mich an meinem Geburtstag den ganzen Tag bei Gronkh in die Schlange zu stellen, weil ich zwar eigentlich kein Interesse mehr hatte, aber dachte, man könnte es ja hinterher bereuen. 😀 Jetzt bereue ich es zwar, da nichts anderes unternommen zu waren, weil Gronkh zu sehen – Entschuldigung! – langfristig wirklich nicht sonderlich lohnend war, aber was soll’s. Wie auch am Donnerstag bei Vale, hatte ich hier ein paar nette Unterhaltungen, wobei man sagen muss, dass da auch wahnsinnig viele Assis in der Community sind. Hat mich damals abgefuckt, jetzt finde ich es eigentlich nur noch witzig. 😀
Die meiste Zeit habe ich damit verbracht Musik zu hören und Mn. zu zeichnen. Das wertvollste, was ich von dem Tag mitgenommen hab, war eigentlich, dass Mr. mir am Abend eine Autogrammkarte von den Pietsmiets und von Eva geschenkt hat, die er für mich geholt hatte. Das war einfach supersüß. Die hängen immer noch an meiner Fotowand.

Sonntag, 21. August 16 Der letzte Tag. Ahh, es tut so weh. Aber es war auch so schön. Mr. und ich haben uns nochmal aufgeteilt, damit jeder seine eigenen Sachen erledigen kann – und zugegebener Maßen, damit ich ein bisschen allein in meiner Melancholie ertrinken konnte. Ich hab mich aber auch zB. kurz mit meiner besten Freundin und ihrem Freund getroffen und Mr. war bei einem Event von seinem Lieblingsyoutuber, wo es auch keinen Sinn gemacht hätte, mich mitzuschleppen. Allerdings waren die Messehallen leer im Vergleich zu den Tagen davor und es war kalt. Ich habe noch ein ziemlich cooles Spiel angezockt (Lost Ember! Kann man auf Kickstarter unterstützen!) und mir einen riesigen Plüsch-Totoro gekauft, aber das konnte die Leere in mir auch nicht so wirklich auffüllen. Ich musste mich von Mn. verabschieden und da ich ihn so gut wie gar nicht kannte, wusste ich nicht, wann ich ihn jemals wieder sehen würde. Und inzwischen wusste ich auch, was für eine Wirkung er auf mich hatte, deshalb hatte ich einfach Angst.

Gamescom2

An dieser Stelle muss ich mich abermals bei Mr. bedanken. Er hat mich quasi gezwungen nochmal zu Mn. zu gehen, weil ich es echt nicht gemacht hätte, ohne jemanden, der mir in der Arsch tritt. Und es war es wert. Er hat mich erkannt – er sagte „Ach, das Einhorn“ – was auch echt kein Wunder war, weil ich gefühlt zehn Mal da gewesen war um Hallo zu sagen. Und wir haben uns umarmt. Hier gibt es auch kein Foto, zumindest nicht für euch. 😉 Zum einen möchte ich gerne diejenigen, die mittlerweile immer noch nicht gecheckt haben, wer Mn. eigentlich ist, gerne in ihrem Unwissen lassen und außerdem ist das auch etwas, was ich für mich ganz allein behalten möchte, versteht ihr? Manchmal ist sowas eben alles, was man hat.
Aber diese Zeichnung ist davon enstanden. Hält auch viel besser fest, wie ich mich gefühlt habe. Also Danke nochmal, Mr.

Donnerstag, 25. August 16 Ts. Da sind wir wieder, beim Abgrund der Hölle. Ich glaube, da hab ich zum ersten Mal mit C. geredet. Und scheiße, war das ein schöner Abend. Nachdem die ganzen Randoms nach dem LoL-Spielen wieder gegangen sind, hab ich gefragt, ob ich auch mit hochkommen darf ins allgemeine Channel, und Du einfach so „Ja klar“ und da war ich dann. Ln. war auch dabei, das weiß ich noch. Und wir haben Ewigkeiten geredet und gelacht. Ich hab mich sofort aufgenommen gefühlt, aber das kennt ihr ja schon + wie es endete – Aufräumen #03 – und das ist immer noch traurig.
Aber es steht eben auch in meinem Rückblick. Genauso wie ich danach immer ihre Streams geschaut habe und Fanarts gezeichnet habe. Wie ich angefangen habe, gelegentlich mit Mn. zu chatten, wie er versuchte sich meinen Namen zu merken, ich aber bis heute noch die mit dem unaussprechlichen Alias bin, wodurch auch mal der Spitzname Dingens entstand. Wie ich Mg. kennen gelernt habe. Wie wir alle zusammen LoL gespielt haben, stundenlang auf dem Ts gegammelt haben, Lachen bis alles weh tut. Manchmal vermisse ich es noch.

Freitag, 30. September 16 Ich weiß gar nicht, was für ein Stichwort ich diesem Tag geben soll. Es war eigentlich gar keine große Sache. Für mein Projektseminar Dokumentarfilm musste ich ein Interview aufnehmen, wo ich jemanden über ein bestimmtes Berufsfeld, das mich interessiert, befrage. – Wie ich seit der Gamescom ja wusste, war Mn. zu dem Zeitpunkt in der Spieleentwicklung tätig, somit auch der einzige in meinem Umfeld, und zudem hat er an einer der Hochschulen studiert, die ich mir bis dahin angesehen hatte und die für mich in Frage kamen. Also hab ich ihn danach gefragt und nachdem er unseren ersten Termin erstmal verpennt hatte (hehehe), fanden wir uns also an diesem Abend auf dem Ts. ein. Da! Shoutout an die Leute, die da im Allgemeinen Channel waren und sich gewundert haben. Jetzt wisst ihr, was wir da gemacht haben 😀 An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Mg., der mich aufgebaut und meine Nervosität etwas gelindert hat. Er hat mir gesagt, dass es nach den ersten paar Sätzen entspannt werden würde. Und so war es dann auch. Ich hatte zu Mn. zuvor gemeint, dass das höchstens 20 Minuten dauern würde, nach fast einer dreiviertel Stunde saßen wir allerdings immer noch da und Du konntest mich in den unterschiedlichsten kreativen Themen bestätigen und erleuchten. Und auch wenn ich Stunden so weiter reden hätte können, war auch das Ende einfach so schön. Ich habe diesen Witz gemacht, hinter dem so viel mehr steckte, was Du damals noch nicht verstanden hast, Mn. Und Dein Lachen. Es war keine große Sache, aber ich vergesse es nicht.

Und damit sind wir auch schon fast bei Silvester, wo wir mit Aufräumen #01 angefangen haben. Der Kreis schließt sich. 🙂 Es gibt natürlich noch viele Daten, die in meinem Kopf herumschwirren, aber einige sind entweder noch nicht für die Leserschaft bestimmt oder verdienen einen ganz eigenen Beitrag. Daher finde die Reihe Aufräumen hier und jetzt ihr Ende. Danke an alle, die sie verfolgt haben und wir sehen uns dann demnächst!
Vielleicht ja sogar persönlich, am 12. Mai ist nämlich schon wieder RPC 😉

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