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Aufräumen #03

So, alle Tratschtanten aufgepasst. (das klingt als käme am Ende „XOXO Gossip Girl“ lol)

Mit Tratschtanten darf sich vermutlich jeder von einem bestimmten Teamspeak angesprochen fühlen – denn ja, letztendlich sind Gruppen im Internet alle gleich. Nur unterschiedlich im Alter, den Interessen und dem Grad der Hinterfotzigkeit. Und jeder meint, er wäre was Besseres.

Aber so sind Menschen und man muss sich ja nicht mit jedem abgeben. Man muss sich nicht davon abhängig machen, wer was über einen denkt oder wo man dazu gehört. Letztendlich holt das Karma jeden ein.

Man merkt vielleicht, dass ich auch hier noch Hass schüre. Aber davon möchte ich mich lossagen. Weniger Hass im Jahr 2018.

RPC, Mai 2016. Kommen wir zunächst mal zu Dir, liebe C. Auch hier wechsele ich mal in ein persönliches Du. Denn ins Off ist der einzige Weg, wie ich überhaupt noch mit Dir kommunizieren kann, da Du mich überall blockiert hast.

Ich habe Dich auf der Bühne bei einem kleinen Event gesehen und fand Dich direkt witzig und sympathisch. Ich wusste nur, wie Du heißt und dass Du offenbar echt gut zeichnen kannst.

Wirklich entdeckt habe ich Dich erst nach der Gamescom darauf.

Du warst da am gleichen Stand, wo ich dann auch Mn. getroffen habe. Richtig, wäre ich da nicht hin, hätte ich ihn vermutlich gar nicht gesehen. Ich hab Dich gleich erkannt und, da ich mich echt lange nicht mehr mit Dir beschäftigt hatte, war ich umso aufgeregter.

Ich hab mich natürlich nicht getraut Dich anzusprechen, ich hatte zwar schon ein/zwei Streams von Dir gesehen, wusste aber nicht so richtig, ob man bei Dir eigentlich legit ein Fan sein darf oder das awkward ist oder keine Ahnung. Und außerdem wusste ich generell nicht wie man sich bei sowas verhält, weil ich nie so richtig ein Fangirl von irgendwem war. Stattdessen hab ich dann das Spiel begutachtet, was man dort halt ausprobieren konnte, und Dich aus der Ferne angehimmelt.

Aber glücklicherweise habe ich ja nach der Gamescom angefangen regelmäßig diesen einen Stream zu schauen, zu dessen reger Chat-Community Du gehörtest. Ich habe gleich beim ersten Mal mitbekommen, dass Du und ein paar andere offenbar auf einem Teamspeak abhängen und den Stream gemeinsam schauen. Nach genauerem Nachfragen, erfuhr ich also, dass ihr das jede Woche macht und auch sonst da Zeit verbringt zum Quatschen und Zocken.

Also hab ich beim nächsten Mal vorbeigeschaut.

Richtig. Ich bin wegen Dir, C., auf diesen verdammten Teamspeak gekommen.

Ich habe jede Woche Deinen Stream angeschaut. Ich habe jede Woche ein Fanart von Dir gezeichnet, weil Du einfach so liebenswert warst und es immer wieder neue Running Gags gab. Ich habe in Deinem Chat Leute kennengelernt, mit denen ich heute immer noch Kontakt habe. Ich habe auf dem Teamspeak Leute kennen gelernt, die richtige Freunde für mich geworden sind. Ich habe mich immer wahnsinnig gefreut, wenn ich an der Unterhaltung teilhaben durfte, da Du und die anderen Ts-Hocker ja so alte Hasen in der Community wart und ich die Neue war und dazu auch noch nicht so richtig mitreden konnte, da ich mich ja anfangs hauptsächlich für Dich interessierte. Aber das wichtigste, ich hatte, seit ich einen Stift halten kann, zum allerersten Mal ein Idol gefunden, in Dir. Dein Stil und Deine Arbeitseinstellung waren Sachen, zu denen ich aufblicken konnte.

Aber es gab eben auch andere Dinge. Wenn überhaupt jemand auf dem Ts über alles bescheidzuwissen meinte, warst das wohl Du. Das ist zum Einen tatsächlich so, weil Du einfach schon sehr lange dabei bist, zum Anderen nimmst Du Dich aber vielleicht auch manchmal zu wichtig. Aber das ist weder was Schlimmes, noch was Besonderes.

Über alles und jeden wird geredet. Statt zu fragen, werden Schlüsse gezogen, denn wirklich interessieren tut’s einen ja dann doch nicht. Es werden Meinungen gebildet, anderen aufgezwungen und es wird geheuchelt.

Hauptsache man hat Kontrolle.

Ich habe Dich um Rat gefragt, war dankbar für Deine Hilfe, für Deine scheinbar objektive Sicht auf die Dinge, dafür wie verständnisvoll Du zu sein schienst. Alles Dinge, die Dich zu einem Vorbild machten.

Wenn man nicht weiß, dass Du vorgibst Dich um Menschen zu sorgen, während Du hinterrücks ihr Verhalten als bedenklich und sonderbar bezeichnest oder nicht einmal fragst, wie es ihnen eigentlich wirklich geht. Wenn man nicht weiß, dass Du anderen die Schuld daran gibst, wenn jemand keine Lust mehr auf Dich hat, während Du aber selbst die Leute aufhetzt. Wenn man nicht weiß, dass man Dinge, die man mit Dir im Zwiegespräch beschrieben hat, eigentlich auch gleich auf dem Ts vor allen vorlesen könnte.

Ich hab da auch kein Problem das zurück zu geben. Wenn ihr private Gespräche und Informationen mehr oder weniger öffentlich macht und euch darüber auslasst, mache ich das gleiche mit dem, was ihr tut, wenn ihr denkt, niemand wird es erfahren. Und wenn auch nur eine Person etwas wiedererkennt oder sich vielleicht nochmal genauer überlegt, was sie euch anvertraut oder ob sie wirklich zu euch gehören will, war es das wert.

Ich dachte früher, mir wäre das egal. Hätte es auch sein sollen und ich weiß auch schon gar nicht mehr, was genau in mir vorging. Und ich weiß erst recht nicht, was Du und die anderen tatsächlich über mich geredet haben, geschweige denn wisst ihr wirklich, was passiert ist, denn zwischen beiden Seiten stand Mg. als Vermittler und die Diskussion darüber, ob man auf diese Informationen vertrauen kann oder nicht, hat sich längst erledigt.

C., ich möchte Dir sagen, dass mir leid tut, was auch immer Du glaubst, dass ich getan habe. Ob es stimmt oder nicht, ich hätte mich niemals einschüchtern und kontrollieren lassen sollen, sondern einfach kommunizieren. Einfach dazu stehen, was ich tue und warum ich es tue. Ich hatte eine Wahnsinnshochachtung vor Dir und deshalb riesige Angst, dass Du schlecht von mir denkst. Ich habe mir einreden lassen, dass Du nicht konfrontiert werden willst und dass das in einem Streit enden würde, deshalb hab ich Mg. „klären“ lassen, wodurch er sich ja auch wahnsinnig wichtig gefühlt hat. Vermutlich dachte ich irgendwie Du und die anderen würden wieder wie am Anfang werden, wenn ihr vom Opfer meiner absoluten Bösartigkeit selbst, erklärt kriegen würdet, warum ihr mich bitte nicht rausekeln sollt.

Ich vergebe Dir – nicht für Dich, denn Dir ist es vielleicht egal, sondern für mich selbst – dass Du mich einfach weggeschmissen hast und geglaubt hast, was Du gehört hast oder gemeint hast schlussfolgern zu können. Ich vergebe Dir, dass es von allen Personen vom Ts mir bei Dir am meisten wehgetan hat, dass Du mich ausgeschlossen hast. Wenn Du es brauchst Leute gegeneinander auszuspielen oder vielleicht gar nicht bewusst tust, mach weiter, es ist egal. Und jeder hat eine Vergangenheit und prägende Erfahrungen, niemand ist von Natur aus scheiße.

Ich vergebe Dir, weil wir nichts mehr miteinander zu tun haben wollen, weil ich nicht mehr unter Dingen leide, die Du getan hast, und weil keiner was dafür kann, dass ich so viel Hass gegen Dich entwickelt habe und nicht wie alle anderen einfach trotzdem noch mit Dir abhänge. Denn es spielt einfach keine Rolle mehr. Und ja, so ist das. Jeder auf dem Ts hat etwas gegen irgendjemanden, zu jedem gibt es Dinge, die alle ankotzen, die aber keiner sagt. Du bist nichts besonderes, es macht keinen Sinn irgendjemanden zu hassen. Ihr seid einfach ein Haufen Menschen, die lieber heucheln und lügen, als ganz alleine zu sein und das finde ich offen gesagt traurig.

Ich halte viel aus, aber wenn man den Menschen, die ich liebe, etwas vormacht, wenn man ihr Vertrauen missbraucht, sie bloßstellt, wenn man so tut als würde man sie unterstützen, aber sie hintenrum als unfähig und ihre Ziele als sowieso erfolglos bezeichnet, wenn man ihnen, wenn sie Kraft brauchen, nur blöde Sprüche entgegenbringt, während man selber behauptet, sie hätten einem ja so sehr geholfen und seien einem so wichtig, wenn man ihnen immer wieder Sachen reindrückt, über die sie nicht reden möchten, einfach nicht weiß, wann es genug ist und wo der Spaß aufhört, ist das für mich einfach das allerletzte.

Das könnten sich alle, die sich gerade auch angesprochen gefühlt haben, mal auf der Zunge zergehen lassen.

Es gibt immer die eine oder andere Person, die mit ihrem Leben nichts besseres zu tun hat, als die Angelegenheiten anderer Leute schlecht zu reden und reinzupfuschen, und das ist einfach erbärmlich.

Niemand hat das verdient. Und solche Menschen haben es nicht verdient, damit durchzukommen. Sie sollten ganz allein sein. Niemand braucht sowas.

Ich bin stolz auf jeden, der sich davon losgesagt hat. Und ich denke immer noch an die, die es auch tun sollten, aber vielleicht einfach zu bequem oder zu ängstlich sind. Giftige Beziehungen, giftige Freundeskreise, sowas braucht kein Mensch. Und ich weiß, man mag die Leute und kommt ja eigentlich ganz gut klar. Aber Glücklichsein ist eine Entscheidung und ist das, wofür ihr euch entscheiden würdet? Macht einfach mal die Augen auf, erhebt das Wort, schwimmt auch mal gegen den Strom. Seid besser.

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